Geburtstagsgedichte - geschenke, gedichte und wünsche

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Mit vierzig ist der Berg erstiegen,
wir stehen still und schaun zurück,
dort sehen wir der Kindheit stilles liegen
und dort der Jugend lautes Glück.

Noch einmal schau, und dann gekräftigt weiter
erhebe deinen Wanderstab!
Hindehnt ein Bergesrücken sich ein breiter,
und hier nicht, drüben gehts hinab.

Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen,
die Ebne zieht von selbst dich fort;
dann wird sie sich unmerklich neigen,
und eh du's denkst, bist du im Port.

Friedrich Rückert

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Heut an deinem Geburtstage
wünsche ich das Beste dir,
dass dein Herz stets für mich schlage,
(liebe ...), wünsch ich mir!
Könntest du ins Herz mir blicken,
meine heiße Liebe sehn,
oh, ich würd, dich zu beglücken,
gerne alle Wege gehn!
Mögen noch der Tage fiele
glücklich uns beisammen sehn
und wir hin zum schönen Ziele
Hand in Hand verschlungen gehn!

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Genieße still zufrieden
den sonnig heitren Tag.
Du weißt nicht, ob hienieden
ein gleicher kommen mag.

Es gibt so trübe Zeiten,
da wird das Herz uns schwer,
dann wogt von allen Seiten
um uns ein Nebelmeer.

Da wüchse tief im Innern
die Finsternis mit Macht,
ging nicht ein süß Erinnern
als Mondlicht durch die Nacht.

(Julius Sturm)

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Ach, wie schön, daß Du geboren bist!
Gratuliere uns, daß wir Dich haben,
daß wir Deines Herzens gute Gaben
oft genießen dürfen ohne List.
Deine Mängel, Deine Fehler sind
gegen das gewogen harmlos klein.
Heut nach vierzig Jahren wirst du sein:
immer noch ein Geburtstagskind.
Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
sein. Und wenig Häßliches erfahren.-
Deinen Eltern sagen wir unseren
fröhlichen Dank dafür,
daß sie Dich gebaren.

Gott bewinke Dir
alle Deine Schritte;
ja, das wünschen wir,
Deine Freunde und darunter (bitte)
Dein...............

(Joachim Ringelnatz)

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Von Osten will das holde Licht
nun glänzend uns vereinen,
und schönre Stunden fänd’ es nicht,
als diesem Tag zu scheinen.

Vorüber führt ein herrliches Geschick,
erhabne Helden, hochverehrte Frauen;
nun fesselt uns das heut’gen Tages Glück,
als bleibende dich unter uns zu schauen.

Soll auch das Wort sich hören lassen?
Der Tag ist schön, der Raum ist klein;
so mag die Inschrift kurz sich fassen:
Ein Herz wie alle, sie sind dein.

(Johann Wolfgang von Goethe)